1. September 2012 0

I like the way this is going Werder Bremen – Hamburger SV 2:0

| Ballkontakt

Das beinahe Schönste am Fußball ist, dass selten das passiert, was vorgesehen war, und dass selten die recht haben, die meinen, dass sie recht haben müssten, schon von Berufs wegen oder weil sie Checkertypen sind oder mal Kloppo die Hand geschüttelt haben. Mit anderen Worten: Ignoriert die dicken Hosen. Vergesst eure Erwartungen, vergesst eure Wünsche, vergesst euch, das Spiel geht los. Alles, was währenddessen passiert, ist nüchtern betrachtet von einer derart überwältigenden Irrelevanz, dass sich wer allerorten Relevanz und Gewicht gewohnt ist zwangsläufig locker machen muss. Frei. Leicht. Das ist wunderschön.

Es gibt keinen Plan und keine Alternativen. Es geht immer nur nach vorn, man beobachtet, man brüllt und singt. Man haut Sachen raus, die einem am nächsten Tag peinlich sind und manchmal auch noch im nächsten Jahr. Man zittert und zappelt und schweigt, bis man nicht mehr kann. Man glaubt an alles, an nichts mehr. Fest. Man lässt sich überraschen und überrascht sich selbst. Man applaudiert, hüpft. Man hält Botschaften in die Höhe, für andere, für sich. Man macht Fotos, von sich, für andere. Man ist glücklich, wagemutig. Man heult. Man redet wirr, auch noch Stunden später.

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Werder hat das Nordderby gewonnen. Ich hatte einen beschwipsten Tag. Mit Nudeln, Kuchen, Kaffee und ein bisschen Sonne. Feiertag. Bei Werder* scheint gerade ziemlich viel zu stimmen. Bei mir auch.

* Beim #tpber habe ich neulich etwas vorschnell behauptet, ich würde Werder am Ende der Saison auf dem fünften Tabellenplatz sehen. Gelächter. Inzwischen habe ich noch mal topcheckermäßig in mich hineingehorcht und muss mich korrigieren. Ich bin sicher, Werder wird Meister. (Muaaahahaha.) Mindestens.

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