Kategorie Hoffnungsträger

25. Mai 2008 0

| Hoffnungsträger

Marko Marin ist ja dermaßen nett, den würde ich sofort zum Bundespräsidenten wählen.



10. Mai 2008 1

Freitagsspiel

| Hoffnungsträger

Seit gestern also steht der Nachfolger von Bundestrainer Joachim Löw fest: Thekla Carola Wied.

[Zauberhaft inszenierte romantische Fußballkomödie – das passt perfekt ins Profil. Und »Gipfelstürmerin« war sie auch schon mal. Na bitte. Volltreffer.]



1. April 2008 0

| Hoffnungsträger

1-a-Strafraumbeherrschung.



12. Februar 2008 1

Kirche im Dorf lassen

| Hoffnungsträger

Zollitsch wird Lehmann-Nachfolger

Schock! … Bitte wer? … Ach so …



30. Januar 2008 0

Statt Karten

| Hoffnungsträger

Wenn wechseln, dann sofort. Oder nach Wechselankündigung nicht mehr spielen bis dahin. Und auch nicht mehr in Mikrofone sprechen.



2. September 2007 1

Hintertorkamera

| Hoffnungsträger

Wäre ich Löw, würde ich Adler holen.

Lehmann war immer mein Held, solange er zweite Wahl war. Das sagt nichts über ihn aus und eine Menge über mich. Stünde ich ihm gegenüber, müsste ich hochschauen, aber auch das sagt kaum etwas über ihn aus, mehr über mich; so groß bin ich nicht. Aber ich stehe ihm nicht gegenüber, sondern ich hocke vorm Fernseher, er ist zwar ganz oben, aber ich bin noch höher als oben: und von hier aus sehe ich sein schütteres Haar … Und geh mir weg mit Hildebrand, dessen Karriere bleibt mir auf ewig ein Rätsel. Er sieht zwar aus wie Klaus Kinski, aber wenn er zu reden beginnt, dann erahnt man den Unterschied.



24. Mai 2007 2

| Hoffnungsträger

Neue Verpflichtung des FC Bayern München:
Philipp Lahm, rechter Verteidiger.

(Er über ihn.)



13. Mai 2007 0

Sonntagsspiel

| Hoffnungsträger

Ein echtes Wind-Ei
1:3 gegen einen, der in der F-Jugend spielen würde.
Ein Wochenende der vertanen Chancen.



9. Mai 2007 0

Führungsspieler

| Hoffnungsträger

Man erkennt nicht, ob es ein Junge ist oder ein Mädchen, das Kind beugt sich nach vorne und die langen Haare verdecken das Gesicht, es greift mit beiden Händen nach dem Ball, der auf dem Boden liegt. Daneben ein Mann in identischer Haltung, seine Hände liegen auf den Unterarmen des Kindes. Der Mann ist ein »Buddy«, das Kind spielt in der Miracle League Baseball, das Bild ist im Autism-Pool bei Flickr zu finden.

Einen Film, ein paar Dokumentationen im Fernsehen, ich weiß nichts über Autismus, schon im Ansatz des Nachdenkens über die Möglichkeit Fußball zu spielen scheitere ich. Der kleine Junge fällt mir ein, rote Wangen und ein Deutschland-Trikot, den Arm in blauem Gips, auch er Autist, ich ahne nur Geschichten hinter diesen starken Bildern.

Schön jedenfalls, das FUBA-NET (Fußball unter besonderen Aspekten-Netzwerk) einen neuen Hauptsponsor hat. RWE wird Geld geben, gerade auch für den nächsten FUBA-NET-Cup, Yves Eigenrauch ist Schirmherr. Ab Anfang Mai wird man sich anmelden können – Voraussetzung ist:

Jedes Team muss beim FN-Cup zur Hälfte aus Fußballern mit einem Handicap bestehen, ganz gleich ob dieses körperlicher, psychischer, organischer oder geistig-seelischer Natur ist.

Teamgeist eben.



9. Juli 2006 0

Gekommen, um zu bleiben

| Hoffnungsträger

Foto: Copyright © Stefanie Barthold



28. November 2005 0

!!!

| Hoffnungsträger

Ansgar Brinkmann hat soeben damit gedroht, nach Beendigung seiner aktiven Laufbahn im nächsten Sommer den Trainerschein zu machen! Man mag sich ja gar nicht ausmalen, was da alles passieren kann! Und dann sagt die charmante Premiere-Moderatorin doch vollen Ernstes: »Oh ja, ich glaube, das würde sehr gut zu Ihnen passen!«



15. November 2005 0

Qualifiziert

| Hoffnungsträger

Bin verliebt. Gleich U21 Mal. Ein gutes Gefühl, dass man sich um den »Nachwuchs« keine Sorgen machen muss.



15. November 2005 0

Die Weite des Raumes

| Hoffnungsträger

Ich mag Michael Ballack nicht. Als Fußballer finde ich ihn überbewertet, als Mann uninteressant, und wenn er sich als Mensch so verhält, wie auf dem Platz, dann ist mir auch das nicht sonderlich sympathisch. Das gestreckte Bein, das theatralische Fallenlassen, die hochgezogenen Schultern, der unschuldige Blick dessen, der es sich leisten kann, immer ein bisschen mehr scheiße zu sein als alle anderen. Dem man das nicht krumm nimmt, es sei denn, man ist sein Gegenspieler oder Fabian Ernst. Aber so ist das oft mit den sportlichen wie gesellschaftlichen »Ausnahmeerscheinungen«: Sie stehen überall im Mittelpunkt, selbst wenn sie gar nicht da sind. (Aber meistens sind sie natürlich da, so sehr, dass man sich nicht erinnert, wie es mal ohne sie war.) Viele finden sie toll, aber niemand hat sie so richtig lieb.

Dass Michael Ballack ein guter Fußballer ist, steht außer Frage. Dass er – sogar vorauseilend – zum Volkshelden, Retter und Alleskönner ernannt wird, ist mir unheimlich. Auch ist er ganz sicher nicht der »einzige deutsche Fußballer von Weltklasseformat«. Wäre er das, würde mich interessieren, was Weltklasseformat ausmacht. Hat das überhaupt mal jemand definiert? Oder steckt überall, wo Ballack draufsteht, automatisch Heldenhaftes drin? Weil »Volkes Stimme« featuring adidas das so entschieden hat? Ich meine: Ist Ballack wirklich so ein guter Fußballer oder ist er das nur, weil alle es behaupten?

Im Fußball geht alles schnell. Und es ist oft genauso schnell wieder vorbei, wie es begann. Um sich in dieser Schnelllebigkeit nicht zu verlieren, müssen Definitionen und Begrifflichkeiten her, Bewertung und Kategorisierung. Meist vereinfacht die Nennung flexibler Geldbeträge derartige Einordnung zusätzlich. So ein Michael Ballack, so sehr ihm der sportliche Erfolg auch zu gönnen ist, kommt doch gar nicht mehr raus aus dieser Nummer. Einmal Volksheld, immer Volksheld. Und wenn es mit dem Heldentum nicht mehr so klappt, dann steht zumindest noch die verrückte Dreizehn auf dem Rücken und das Image stimmt. Real Madrid liegt auf der Karriereleiter gleich über Superstar. Nix wie hin.

Mag es auch befremdlich klingen: Ich möchte nicht, dass Lukas Podolski so ein zweiter Ballack, nur besser, wird. Ich wünsche ihm die Anerkennung von Herzen, aber ich sehe mich so satt an den hiesigen Erfolgversprechern, Hoffnungsträgern, Toptalenten und Aushängeschildern. Das sind alles nur Menschen, was für welche eigentlich?

Und jetzt denken hier alle: So was kann auch nur eine Frau sagen, die nichts von Fußball versteht. Stimmt nicht. Aber selbst wenn: Ich muss nichts von Fußball verstehen, um das alles traurig zu finden. Vielleicht ist Michael Ballack ja sogar auch ein bisschen traurig, manchmal, wenn er die Zeitung aufschlägt oder sein Gesicht (mit Heldenblick) ihn großflächig von Häuserwänden aus anstarrt. Vermutlich nicht. In Madrid, auf der Ersatzbank, da wird er vielleicht wehmütig daran zurückdenken.



14. November 2005 0

Om

| Hoffnungsträger

Hier gibt’s kein Ich. Hier gibt’s nur Wir.

Jürgen Klinsmann ist unter die Buddhisten gegangen. Ich finde das gut, denn es eröffnet dem neuerdings ja zu Innovation und Größenwahn neigenden DFB vollkommen neue Perspektiven. Zum Beispiel war ich schon immer ein Fan der kontemplativen Halbzeitmeditation. In der Kabine und gern auch per Liveschalte auf der Tribüne. Mantra-Gemurmel auf Lama Jürgen – das wäre doch der Clou zur Fußball-WM. Die Welt (zu Gast bei Freunden) wäre baff. Vielleicht ja auch der Gegner. Und bei schlechten Leistungen wäre die Schuldfrage auch schon geklärt.



6. November 2005 0

Coming home

| Hoffnungsträger

Heute darüber nachgedacht, wie sich wohl das Lied zur Fußball-WM 2006 anhören wird. (Hoffnung und Angst.)