9. Juni 2007 0

Doppelgott

| Ballkontakt

In Argentinien gibt es eine Kirche, die nach Diego Armando Maradona benannt wurde, sein Weg zur Vergöttlichung begann mit einem Handspiel während der WM 1986 im Spiel gegen England, sein erstes Tor in diesem Spiel, sein zweites wurde später zum Tor des Jahrhunderts gewählt. Drogen, immer wieder nachgewiesenes Doping, ein irrer Lebenswandel, der zu keiner Zeit seiner Popularität einen Abbruch getan hätte.

Wen sollte es wundern, dass ein junger Mensch wie Lionel Andrés Messi keinen Wimpernschlag zögert, es jenem Vorbild nachzutun, wo doch all das als richtig bewiesen scheint, wie könnte ein Gott irren. Das Dribbling erst neulich, nun also die zweite Hand Gottes – Gott bekommt Nachwuchs, Messi ist auf dem Weg. Man wünscht beinahe, dass da jemand sein wird, der ihn rechtzeitig weggrätscht.

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