30. Mai 2012 0

Days, nights

| Spielplan

Über das Innenleben eines Sportlers herrscht heutzutage eine klare Vorstellung: Gefühle soll man gefälligst ablegen. Gefühle sind ein störendes Moment beim Fußball. Dadurch wird man aber daran gehindert, sich vollständig zu entwickeln. Um sich entwickeln zu können, muss man Dinge austesten und auch Fehler machen dürfen, man sollte sich auflehnen können und es wagen, etwas infrage zu stellen; man muss weinen dürfen, damit man sich freuen kann, all das ist ein natürlicher und selbstverständlicher Teil des Erwachsenwerdens.

Als Jugendlicher galt Martin Bengtsson als eines der größten schwedischen Fußballtalente. Mit 18 schnitt er sich die Pulsadern auf. Mit 19 begann er ein Buch zu schreiben. Heute ist er 26, lebt als Künstler in Berlin, macht Musik und beschäftigt sich kaum noch mit Fußball.

Das Magazin 11 Freunde widmet sich Martin Bengtsson und seiner nun auch in der deutschen Übersetzung vorliegenden Geschichte »Freistoß ins Leben« in einer Videodoku und einem sehr lesenswerten Text: »Das Leben des Anderen«.

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