21. Mai 2009 0

Ganz oder gar nicht Werder Bremen – Schachtjor Donezk 1:2

| Ballkontakt

Die ersten 90 Minuten des Spiels konnte ich nicht sehen, aber ich trug ja die Raute drunter, knapp über Herzhöhe. Und so verbrachte ich den Abend in einem Zustand zuversichtlicher Zufriedenheit, den ich angesichts meiner Verzweiflung der vergangenen Tage (ob des Nicht-Fußballgucken-Könnens) als bemerkenswerte Leistung erachtete. Ich widmete mich vollkommen fußballfernen Themen, erfreute mich an angenehmen Gesprächen und interessanten Menschen, es war ein perfekter Abend.

Stolz, lächelnd und gespannt schaltete ich später den Fernseher an, um mir das Ergebnis aus Istanbul abzuholen, und ich sah: einen grimmigen Schaaf, im Topmodel-Outfit, hilflos fuchtelnd (Drama, baby!), einen genervten Pizarro, einen schlurfenden Frings, einen seufzenden Özil. Und am Allerschlimmsten: Es ging noch weiter. Lauter Querpässe! Als dann auch noch Wiese die Augen verdrehte, schaltete ich ab und ging Zähneputzen. Ich hab Werder zwar lieb, aber meine Zuneigung kennt Grenzen.

Nächste Woche Samstag bin ich mit meinem Vater zum Fußballgucken verabredet. Vorher gibt’s Spargel, grünen und weißen.

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