6. Oktober 2011 0

Oh boy!

| Hoffnungsträger


So viel wissen, so viel wagen. Es vergehen Minuten, Stunden, und es ist immer noch Zeit für eine Auswechslung, eine taktische Finesse, ein Experiment in der Abwehr. In aller Ruhe. »Gleich, gleich, ich komme gleich.«

Ich stelle mir vor, was all diese Informationen anstellen in so einem kleinen Kopf. Wo sie sich sammeln, wie sie sich formieren, um Datenbank zu werden, plastisch und erinnerbar auf ewig. Minikicker. Ob sie sich nach Verein aufstellen (bestimmt nicht) oder nach Glanz und Glitzer (schon eher) oder ganz brav nach Position … Und was das Wissen um Angriffswerte und Ratings auslöst, wenn es ernst wird beim eigenen Spiel, samstags auf dem Platz, wenn die Mamis zugucken – ob dann so ein Kind manchmal darüber nachdenkt, ob es selbst eher Hattrick-Held ist oder Matchwinner? Und ob es sich fragt, warum der Trainer die Mannschaft nicht auch mal mit fünf Stürmern auflaufen lässt? Denn das geht doch mit den Karten auch: Da kommen Gomez, Ramos, Pizarro, Götze und Raúl super miteinander klar, und hinten braucht es lediglich einen wie Neuer, etwas Glück und noch ’ne Fanta. So viel wünschen, so viel wagen, nie soll das aufhören.

»Heute gewinnen wir 31:0«, lacht er und ich lache zurück. Ich zweifle nicht eine Sekunde.

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